Drogenpolitik

Entwurf_WEB_FrontKein Rausch ist illegal:
Jeder Mensch hat das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, das impliziert auch den selbstbestimmten Umgang mit Drogen. Wenn auch gleich der Konsum von illegalen Drogen in allen Gesellschaftsschichten praktiziert wird, findet eine massive Stigmatisierung von Konsumierenden als sozial abgehängt, im Leben gescheiterte oder kriminell fast ausschließlich bei jungen Menschen statt. Hierbei hat sich die Politik zur Aufgabe gemacht, diese jungen Menschen, losgelöst der individuellen Interessen und Bedürfnisse, vor sich selber zu schützen. Die Möglichkeit persönliche Erfahrungen mit Drogen zu machen, werden seitens des Staates garnicht erst eingeräumt. Diese Entmündigung und Vorverurteilung trägt aber nicht dazu bei, den Umgang mit Rauschmitteln sicherer zu gestalten, denn verhindert  wird der Konsum durch Verbote sowieso nicht.
Die Menschen haben viele unterschiedliche Motive Drogen zu nehmen. Diese Motive sollten in erster Linie akzeptiert und im Weiteren pädagogisch ausgewertet und aufgearbeitet werden.  Statt dessen  führt die anhaltende Illegalisierung  zu Beschaffungskriminalität, unkontrollierbaren Suchtverhalten  und gesundheitlichen Schädigungen. 

Prävention statt Repression:
Während die Einnahme von legalen Drogen wie Alkohol und Tabak allgegenwärtig ist, werden andere Substanzen für illegal erklärt und ihre Konsumierenden kriminalisiert. Die repressive Strafverfolgung gestaltet sich durch die meist geringfügigen Mengen der Konsumierenden als irrelevant und bedeuten für Polizei und Gerichte nur viel Arbeit. Weiterhin lässt sich beobachten, dass die strafrechtliche Sanktionierung von Konsumierenden nicht dazu beiträgt, dass die Menschen auf ihr Recht auf Rausch verzichten.
Durch die Legalisierung von Drogen würde die Möglichkeit für präventive Sucht- und Konsumberatung schaffen. Dabei kann über präventive Maßnahmen viel mehr auf den Konsum, die  Zusammensetzung und unerwünschter Folgeerscheinungen Einfluss genommen werden.
Aufklärungskampagnen über Wirkungsweisen und Folgen von Rauschmitteln, welche frei von ideologischer Stigmatisierung sind,  beugen gesundheitlichen Risiken vor und ermöglicht  bei den Konsument*innen und ihrer Umwelt einen bewussteren Umgang mit Drogen.

ganz legal: DIY-Drogenschein:
Wenn leihen-hafte Hobby-Chemiker*innen mit handelsüblichen Substanzen versuchen Rauschmittel zu erzeugen, ist die Gefahr ernsthafter gesundheitlicher Folgen groß. Dies gilt nicht nur für die Konsumierenden der verschnittenen Drogen, sondern auch für diejenigen, die in hygienisch-katastophalen und schlecht ausgestatteten Laboratorien mit teilweise gesundheitsgefährdenden Substanzen agieren. Dennoch ist Klar: der Konsum von Drogen wird immer stattfinden. Demnach muss auch die Herstellung von Drogen sicherer gestaltet werden.
Daher fordern wir, dass die Herstellung und der Anbau von Rauschmitteln unter ein besonderen Schutz gestellt und somit legalisiert wird. Demnach sollte die Möglichkeit bestehen, über ein besonderes Schulungsprogramm mit abschließender Lizenzierung, legal Rauschmittel herzustellen. Eine Mengen-limitierung und der Einfluss auf die Qualitative Zusammensetzung bieten zusätzliche Kontrollmöglichkeiten für den Markt.

Advertisements